Fonden Gamle Sønderho

Feuerwehrmuseum

Adresse: Nord Land 12
Eintrittspreise: Erwachsene 20 DKK, Kinder 5 DKK
Eintrittsgeld steckt man in die aufgehängte Sammeldose
Mitglieder von Foreningen Gamle Sønderho: Frei.

Das Museum öffnet am Samstag vorher Palmsonntag bis November.
Das Museum ist unbesetzt.
Führungen, kontakt: info@fondengamlesonderho.dk oder Telefon +45 5150 1850.
Das Feuerwehrmuseum wurde ursprünglich von Kunstmaler Jørgen von Hahn erstellt und von Fonden Gamle Sønderho im Jahr 2003 mit finanzieller Unterstützung von Købstædernes Versicherung erworben.

Der Feuerwehrwagen stammt von Schackenborg von 1895. Der ist vom selben Typ wie Sønderhos ursprüngliche Feuerwehrspritze von 1868.

Eigentlich war das Spritzenhaus damals im Besitz der Gemeinde Fanø, die das Gebäude wohlwollend dem Fonds Gamle Sønderho zur Verfügung gestellt hat. Spøter hat der Fonds das Gebäude gekauft.

Das Spritzenhaus ist das ältreste und best erhaltenste in Dänemark. In dem Gebäude war seit 1868 der alte Feuerwehrwagen untergebracht. Jørgen von Hahn hat über Jahre Dokumente, Aufzeichnungen usw. gesammelt, die einen lebendigen Eindruck der zeitgenössischen Brandbekämpfung  zeigen.

Das Museum repräsentiert einen wichtigen Teil der Entwicklung von Notfallmaßnahmen und Brandbekämpfung , nicht nur auf Fanø aber auch in Dänemark, und deshalb lohnt es sich, die Sammlung für die Nachwelt zu erhalten.

Das alte Spritzenhaus ist ein Backsteingebäude in zentraler Lage in Bezug auf die ursprüngliche Bebauung in Sønderho. Das Gebäude hat volle Holzgiebel mit Luke. Im Giebel befindet sich eine Doppelflügeltür. Das Gebäude hat ein Strohdach.
Sønderho hat heute eine effektive und moderne Feuerwehr. Es ist wichtig das Feuerwehrmuseum als einen Teil des Stadtbildes zu bewahren und zur Erinnerung an die Brandgefahr in Sønderho.
Respekt vor Brandgefahr.

Andere Feuerwehrmuseen: Jysk Brandmuseum in Kjellerup.

Das alte Spritzenhaus

Das Museum repräsentiert einen wichtigen Teil der Entwicklung von Notfallmaßnahmen und Brandbekämpfung , nicht nur auf Fanø aber auch in Dänemark, und deshalb lohnt es sich, die Sammlung für die Nachwelt zu erhalten.

Das alte Spritzenhaus ist ein Backsteingebäude in zentraler Lage in Bezug auf die ursprüngliche Bebauung in Sønderho. Das Gebäude hat volle Holzgiebel mit Luke. Im Giebel befindet sich eine Doppelflügeltür. Das Gebäude hat ein Strohdach.

Sønderho hat heute eine effektive und moderne Feuerwehr. Es ist wichtig das Feuerwehrmuseum als einen Teil des Stadtbildes zu bewahren und zur Erinnerung an die Brandgefahr in Sønderho.
Respekt vor Brandgefahr.

Respekt vor Brandgefahr

Bis 1868 gab es keine gemeinsame Ausrüstung zur Brandbekämpfung in Sønderho außer Feuerhaken, Leitern und Ledereimern, die an wichtigen Stellen in der Stadt aufgehängt waren und zwar seit 1805. Jeweils ein Satz war aufgehängt in Vestbyen (Vester Land) in Nørbyen (welches früher Narland hieß, heute Nord Land), bei der Kirche und bei der Schule.

In Verbindung mit dem Abschluss einer
Brandversicherung verpflichtete sich der Eigentümer dazu, dass sich in jedem einzelnen Gebäude die angeordneten Geräte zur Brandbekämpfung befinden, wie diese bei der Brandschätzung bezeichnet werden. Diese Geräte, die Feuerhaken, Leitern und Ledereimer umfassen sollten, wurden von den Schätzern kontrolliert, die auch das Haus bewerteten im Hinblick darauf, ob der Eigentümer eine Brandversicherung abgeschlossen hatte.

Das wichtigste Gerät war der Feuerhaken, der gebraucht wurde, um das brennende Strohdach von der Dachkonstruktion zu reißen, sodass sich das Feuer nicht über die Dachbalken ausbreiten oder zu Nachbargebäuden fliegen konnte.  

Die Häuser liegen dicht beieinander

In Sønderho liegen die Häuser sehr, sehr dicht beieinander, wenn man bedenkt, dass die meisten Häuser Strohdächer haben.


Im Brandfall kann sich das Feuer mit Leichtigkeit ausbreiten, indem ein brennendes Strohdach sich schnell auflöst, zunehmend wenn Bindenetze verbrennen. Das brennende, fliegende Stroh hat es nicht weit bis zu den nächsten Strohdächern.


Die Wachsamkeit war offensichtlich groß! Teils wurden die Gewohnheiten auf Segelschiffen im Hinblick auf den vorsichtigen Umgang mit Feuer  durch die Seeleute vom Meer auf die Häuser übertragen, und teils gab es bereits im Jahr 1743 Satzungen über die Gefahren mit angezündeten Pfeifen im Freien: Diese angezündeten Pfeifen müssen einen Deckel haben.

In den Häusern gab es Hinweise übertragen
Brandgefahren. Auf den Kaminhammern konnte man z.B. Sprüche lesen wie:
"Zünde an in Jesu Namen,
und bete, dass das Feuer nur zum Nutzen dient,
und gebe Gott in Gnade
dein Eigen zu bewahren".


Seit der Segelschiffszeit war es Tradition, dass jede Familie alte Segel auf dem Boden aufbewahrte. Die Segel konnten gewässert und im Brandfall auf ein Strohdach eines Eigentums in der Nähe gelegt werden. Auf diese Weise haben die Einwohner von Sønderho teils umgehen können, dass ihre Häuser niederbrannten. Die Stadt ist deshalb so gut erhalten, wie sie heute ist.

Feuerbereitschaft

Julius Exner: Ildebrand i Sønderho den 5. juli 1900.

Die erste Feuerspritze in Sønderho wurde im Jahr 1868 angeschafft, und es wird angenommen, dass die Pfarrei zeitgleich das bestehende Gebäude Nr. 186 zur Unterbringung der Feuerspritze aufkaufte. 


Das war eine Landspritze ohne Wagen von dem Feuerspritzenfabrikant Knudsens Fabrik in Odense.. Der Preis war 175 Reichstaler. Später bestellte man einen Leinwandschlauch von 12 Ellen zu einem Preis von 1 Reichstaler pro Elle. 


Sofort nach Anschaffung der Feuerspritze  im Jahr 1868 wurde eine Feuerwehrverordnung in Sønderho erlassen.


Die Feuerwehr hatte mehrere Abteilungen: Kommando, Rettung und Abbau, Spritze und Wasserversorgung. Es war klar definiert, welche Personen die verschiedenen Verantwortlichkeiten ausübten,  und welche Arbeitsaufgaben sie ausführen sollten.


Der gemeinsame Feuerwehrvorstand, während der Einführung des Feuerwehrwagens im Jahr 1868, erarbeitete ein Brand- und Nachtschichtsystem, welches von einer Mehrheit der Bürger der Stadt im Jahr 1805 verabschiedet wurde. 


Die sehr detaillierten Vorschriften über Feuer- und Nachtwachtregelungen umfasst festgelegte Zeiten, Besatzung, Verfahren, Werkzeuge und Strafen bei Nichtbeachtung.


Es war eine ganz wichtige Mannschaft, die zwischen 10 Uhr abends und 6 Uhr morgens durch die Straßen von Sønderho patrouillierte. Insgesamt gingen ständig  drei Personen in der Stadt herum. Eine Wache dauerte 4 Stunden. Der Personalaufwand bedeutete, dass jedes Haus mindestens einmal pro Stunde überwacht werden konnte. 


Die Verordnung enthält eine Richtlinie, dass nachts kein Brot gebacken werden durfte. 


Somit wachten die  Sønderhoninger  über ihre strohgedeckten Gebäude bis 1890, wo vom öffentlichen Dienst ein Nachtwächter eingesetzt wurde. 


Der Brandvogt konnte befehlen, dass das Volk bei der Brandbekämpfung helfen musste.


Es gab großen Respekt für eventuelle Folgen von Gewittern. Die Vorschrift sagte, dass die volle Mannschaft sich bei der Feuerspritze einfinden musste, sobald der 3. Donnerschlag zu hören war, und danach bei der Spritze zu bleiben, bis das Unwetter vorbei war.


Wassertragen vom Brunnen oder Meer hin zur Spritze war von die Frauen ausgeführt. Die jungen Frauen bildeten eine Reihe, um die gefüllte Löscheimer von Hand zu Hand bis zur Spritze zu reichen. Die ältere und alte schickten die leeren Löscheimer zurück.


Der Fanømaler Johan Julius Exner hat das Drama in einem seiner schönsten Bilder lebendig gemacht: Brand in  Sønderho am 5. Juli 1900. Hier ist die original Feuerspritze aus dem Jahr 1868 abgebildet. Das Gemälde kann heutzutage im Fanø Kunstmuseum in Sønderho besichtigt werden. Brand bedingte Überlegungen haben zur Gestaltung der Architektur der ursprünglichen Fanøhäuser beigetragen. Der für die Häuser spezielle „Arkengaf“ - Luken von außen, bis hinein zum Dachboden - wurde über der Eingangstür des Hauses angebracht. Diese Plazierung bewirkt, dass das eventuell niederstürzende, brennende Strohdach in Bezug auf die Türöffnung zu einer Seite gleiten würde, so dass der Durchgang ins Freie zugänglich ist.

Fonden Gamle Sønderho, Landevejen 98, Sønderho 
DK 6720 Fanø, Dänemark info@fondengamlesonderho.dk
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